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Es wird vermutet, dass um das Jahr 1000 herum
der Ort Hauzenberg entstanden ist
Über die Gründungszeit und die Gründer Hauzenbergs
ist man auf Vermutungen angewiesen. Um das Jahr 1000 herum wurden
Ortsnamen auf "-dorf und -berg" üblich. Es ist daraus
zu schließen, daß um diese Zeit der Ort Hauzenberg und
eine Reihe größerer Ansiedlungen in der Umgebung des
Marktes entstanden sind. Besiedelt wurde das Gebiet von Hauzenberg
mit einiger Sicherheit schon beim Vordringen der Bajuwaren im 8.
Jahrhundert. Wie weit Kelten und Römer von der Donau her in
den damaligen Nordwald vorgedrungen sind, ist ungewiß. Nach
neueren Erkenntnissen scheint festzustehen, daß erste Siedlungsformen
schon in der Jungsteinzeit um 5000 vor Christus vorhanden waren.
Steinzeitfunde am Staffelberg, die im Rathaus verwahrt werden, beweisen
dies.
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1130 wird Hauzenberg erstmals urkundlich erwähnt
Im Jahre 1010 geht das Gebiet um Hauzenberg durch eine Schenkung
Kaiser Heinrich II. an das Kloster Niedernburg in Passau und wird
damit dem sogenannten "Abteyland" eingegliedert. Die höchste
Erhebung des Bereiches, der "Frauenwald", erinnert an
diese Zeit. 1130 wird Hauzenberg erstmals urkundlich erwähnt.
Es besitzt um diese Zeit bereits eine Filialkirche der Pfarrei Kellberg.
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Mitte
des 14. Jahrhunderts wird Hauzenberg zum "gefreiten Markt"
erhoben
Mitte
des 14. Jahrhunderts scheint Hauzenberg schon ein stattlicher Ort
von ca. 65 Anwesen und einiger wirtschaftlicher Bedeutung gewesen
zu sein. Bischof Gottfried von Passau erhebt den Ort zum "gefreiten
Markt" und verleiht ihm die damit verbundene "Ehhaft"
(Ortsrecht in 45 Paragraphen) und den Freiheitsbrief im Jahr 1359.
Die damals genehmigten Märkte finden heute noch statt. |
1429 wird Hauzenberg selbständige
Pfarrei
1429
wird Hauzenberg selbständige Pfarrei und entwickelt sich bis
zum heutigen Tage zu einer der größten katholischen Pfarreien
im Bistum Passau. 1851 wird eine erste, große, neugotische Kirche
errichtet, die im Jahr 1972 einem der größten und schönsten
modernen Kirchenbauten Bayern weichen muß. Nach dem 2. Weltkrieg
entsteht hier durch den Flüchtlingszustrom eine evangelische
Gemeinde, die einen eigenen Kirchenbau errichtet. Etwa parallel entwickelt
sich die katholische Pfarrei Haag, die nur 600 Seelen zählt.
Hier wie in Hauzenberg gibt es noch Teile einer ehemals spätgotischen
Kirche. |
Gebietsgliederung und Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft
In den Jahren nach 1933 führte die NSDAP
des "Dritten Reichs" eine eigene Gebietsgliederung durch,
in deren Verlauf der Kreissitz der Partei nach Hauzenberg und später
nach Passau kam.
Im Markt Hauzenberg selbst bildete sich 1937 eine Verwaltungsgemeinschaft
mit den Gemeinden Jahrdorf, und Wotzdorf mit Sitz in Hauzenberg. Im
Verlauf der Demokratisierung der Verwaltung wurde dieses Gebilde am
1.6. 1948 aufgelöst.
Nach und nach wurden die Verwaltungen der einzelnen Gemeinden in die
jeweiligen Hauptorte verlegt. Wirtschaftlich blieben die Gemeinden
verbunden und angesichts der steigenden Anforderungen der Bevölkerung
an Staat und Gemeinden waren schon 1965 erneute Annäherungsversuche
festzustellen.
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Gebietsreform von 1972
Es kam im Rahmen eines Modellfalles für
Stadt- und Dorferneuerung der Bayerischen Staatsregierung zur Aufstellung
eines gemeinsamen Flächennutzungsplanes der Gemeinden Hauzenberg,
Jahrdorf, Wotzdorf und Raßreuth, der allerdings keine Rechtskraft
mehr erlangte. Dieser Flächennutzungsplan wurde schliesslich
zur Grundlage der Neugliederung des Gebietes um Hauzenberg in der
Gebietsreform am 1.1.1972.
Damit wurden die Gemeinden Germannsdorf, Jahrdorf, Raßreuth
und Windpassing an Hauzenberg gegliedert. Am 1.7.1972 folgten nach
Eingliederung des Landkreises Wegscheid in den Landkreis Passau die
Gemeinden Oberdiendorf und Raßberg.
Ihren Abschluss fand die Gebietsreform schliesslich am 1.5.1978 mit
Eingliederung der Gemeinde Wotzdorf und Teilen der Gemeinde Oberneureuth,
mit dem Hauptort Krinning.
Die letzten Schritte der Gebietsreform fielen mit dem Antrag des Marktes
Hauzenberg auf Verleihung des Titels "Stadt" zusammen. |
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Mitte des 19. Jahrhunderts vernichten mehrere
Großbrände fast ganz Hauzenberg
In seinem Ortskern zeigt der Markt im wesentlichen noch dasselbe Ortsbild
wie nach seinem Wiederaufbau. Durch Kriegsnöte hat Hauzenberg
und sein Umland kaum Schäden erlitten. Große Teile der
Bevölkerung sind dagegen im 17. Jahrhundert der Pest erlegen.
Der Markt Hauzenberg war nie ein befestigter
Ort. Grundherr war das Hochstift von Passau. Die Edelgeschlechter,
die als Lehensträger fungierten, saßen bis in die Mitte
des 15. Jahrhunderts auf Burg Freudensee, die in Teilen heute noch
steht. Die bekanntesten Edelgeschlechter waren die Paeschinger und
die Edlen von Hauzenberg. Letzteren könnte die Namensgebung
für den Markt zugeschrieben werden. Dies ist allerdings nicht
verbürgt.
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Entstehen der Granitindustrie um 1870
Die
wirtschaftliche Entwicklung des Marktes erlebte eine sprunghafte Veränderung
mit dem Entstehen der Granitindustrie um 1870 und dem Bahnbau im Jahr
1905. Bis dahin beschäftigten sich die Hauzenberger neben der
Landwirtschaft nacheinander vornehmlich mit Handweberei, Ochsenzucht
und Hopfenanbau. Daneben florierte verschiedenes Handwerk. Nach 1875
wurde neben der Landwirtschaft die Granitindustrie der Haupterwerbszweig.
Der Markt wurde vom Granit völlig abhängig. Bis zum Ende
des 2. Weltkrieges bestimmten fast ausschließlich dieser Erwerbszweig
und der Graphitbergbau in Kropfmühl Wohlstand oder Armut der
Bürger im Bereich des Marktes.
Nach 1948 tritt wirtschaftlich
eine grundlegende Änderung ein. Nacheinander entstehen bedeutende
Betriebe der Holzindustrie, Knopf-, Wäsche-, Reißverschluß-,
Pelz und Elektroindustrie. Dazu kommen große Bauunternehmen
und kleinere Maschinen- und Gerätebetriebe. Der Markt wird zum
wirtschaftlichen Schwerpunkt im südlichen Bayerischen Wald. Hinzu
kommt ein ständig wachsender Fremdenverkehr. |
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Hauzenberg
wurde wegen seiner Bedeutung am 28.04.1978 zur Stadt erhoben
Die
Landesplanung trägt diesem Umstand Rechnung. Durch freiwillige
Gemeindezusammenschlüsse wächst die Einwohnerzahl von bislang
2500 auf 12.000 Einwohner an. Die Kirche schließt sich dieser
Entwicklung an. Der Pfarrverband Hauzenberg-Germannsdorf und die kleine
Pfarrei Haag decken sich im Jahre 1976 genau mit den endgültigen
Gemeindegrenzen.
Hauzenberg ist als mögliches Mittelzentrum
zum bedeutendsten wirtschaftlichen, schulischen und kirchlichen
Schwerpunkt im Bereich des südlichen Bayerischen Waldes geworden
und wurde wegen seiner Bedeutung am 28.04.1978 zur Stadt erhoben.
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Am 04.04.2002 wird Hauzenberg "Staatlich anerkannter
Luftkurort"
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